Die Rekonstruktion

 

 

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Der Werkstoff

 
      Das Material der Rekonstruktion  
 

Segmente einer aus Knochen gearbeiteten Kette (wahrscheinlich aus Tibet).

Dieselben Teile der Kette von der Rückseite gesehen. Deutlich erkennbar sind die für das Material charakteristischen Kerben und kleinere Hohlräume.

Wie bei dem Original sind auch bei den Nachbildungen die typischen Wachstumseigenarten des Knochens sichtbar.

Figuren aus Knochen und nachgebildete Spieisteine im farblichen Vergleich

Beispiele dunkel gefärbter Schachfiguren neben getönten Knochenschnitzreien

 


Schnitzereien aus Knochen, die ein bestimmtes Volumen überschreiten, beinhalten zwangsläufig auch die Teile des Werkstoffes, die ihm seine charakteristische von Kapillaren und Hohlräumen geprägte Struktur verleihen. Das individuell unterschiedliche Wachstum des Knochens überträgt jedem größeren Werkstück seinen einzigartigen Charakter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Form und Oberflächenbeschaffenheit der Adelsdorfer Spielsteine sind in erheblichem Maße von der Eigenart der jeweils verwendeten Knochen gekennzeichnet. Wegen seiner starken Unregelmäßigkeiten im Wuchs kann dieser für die Nachbildung dieses Fundes keine Verwendung finden.

 

 

 

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Als Ausgangsmaterial zur Rekonstruktion des Figurensatzes dienen mineralische Substanzen. Mit diesem Werkstoff entstehen Nachbildungen, deren Gewicht und Färbung mit Figuren aus bearbeitetem Knochen identisch sind. Auch bei Berührung oder beim Halten in der Hand vermitteln die Nachbildungen dasselbe Gefühl wie Schnitzereien aus Bein. Der entstehende Klang von leicht aneinander geschlagenen Spielsteinen ist mit dem von bearbeiteten Knochenteilen identisch. Das eigens zur Herstellung dieses Figurensatzes entwickelte Verfahren ermöglicht eine detailgetreue Wiedergabe der Fundstücke.

 

 

 

 

 

 

 

Die ursprüngliche Färbung der Adelsdorfer Figuren ist durch die Einwirkung von Erdfeuchtigkeit verloren gegangen. Der rekonstruierte Spielsatz orientiert sich farblich an der natürlichen Patina des ungefärbten Knochens sowie an dessen Tönung durch traditionelle Techniken nordindischen Kunsthandwerks.

 
 
 
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