Die Rekonstruktion

 

 

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Die Spielfläche

 
      Das Schachbrett  
 

 

 

 

Spielflächen aus der Zeit der Adelsdorfer Figuren sind nicht erhalten. Das seit dem Mittelalter vorherrschende Material eines Schachbretts, nämlich Holz, hat in der ferneren Vergangenheit des Spiels keine Verwendung gefunden. In der Zeit bevor das Schachspiel Europa erreichte, waren Stoff oder Leder als Materialien für die Spielfläche gebräuchlich, auf der nur Linien die Felder unterteilten.

 

 

Das zur Darstellung des rekonstruierten Figurensatzes entwickelte Schachbrett verbindet Elemente der alten Spielgewohnheiten mit denen der Gegenwart. Auf den flexiblen Spieluntergrund früherer Tage verweist ein textiles Gewebe, auf dem die Figuren bewegt werden. Da sich der Farbwechsel der Spielfelder erst im Abendland ausbildete, ist dieser auf der Stoffoberfläche zurückhaltend angedeutet und überlässt der alten Tradition der Feldermarkierung durch Linien eine gestalterisch wirksame Funktion. Den Charakter eines Schachbretts erhält die Spielfläche durch die Fixierung des Gewebes auf einem Holzkörper.

 

Das Spielfeld wird von einem leicht tiefer abgesetzten Rand umgeben. Das hier über die eigentliche Spielfeldmarkierung hinaus ausgedehnte Schachbrett erinnert an das Spielen auf flexibler Unterlage, bei der geschlagene Figuren auf der Spielfeldumrandung abgesetzt werden konnten. Als Grundlage für der Herstellung des Schachbretts findet ein manuelles Siebdruckverfahren Anwendung, an das sich weitere Fertigungsschritte anschließen.

 
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